Zukunft

23. Februar / 6. April 2019 | Theater Filidonia: Das andere Gesicht - die Scham der Gesellschaft

 

Theater Filidonia präsentiert:

Das andere Gesicht – die Scham der Gesellschaft
Eine interaktive und interdisziplinäre Installationsperformance

Es gibt unausgesprochene Wahrheiten, denen man erst ins Auge blicken möchte, wenn es für das Wegschauen zu spät ist. Tabus sind unhinterfragte Bestandteile jeder menschlichen Gesellschaft und definieren das, was verboten, unberührbar und undenkbar ist. Wer gegen diese Regeln verstößt muss mit Ausgrenzung,Verachtung und Missbilligung rechnen. Gewalt, psychische Krankheiten, Sexualität, Tod und Religion sind nur einige Beispiele von Vielen, die in unserer modernen, offenen Gesellschaft immer noch tabuisiert werden.
Das Theater Filidonia verarbeitet gesellschaftliche und soziale Themen zu begehbaren und spartenübergreifenden Performances mit Tanz, Musik, Theater und Installation.


Sa. 23. Februar um 19 Uhr im Kultshock, Stockder Str. 142,  Remscheid 
Eintritt frei!


Sa. 06. April um 20:15 Uhr im LOCH, Bergstraße 50, 42103 Wuppertal 
VVK 5/10€, AK 6/12€



vergangenheit

11. - 24. Dezember | Honsberg Grüne Mitte Friedenszelt, Projekt von Frohmut Anemone


16. Dezember, 17 Uhr:
Eröffnung und Vernissage zusammen mit dem Honsberger Adventsfenster Singen

 

17. Dezember, 20 Uhr:
Theater Filidonia präsentiert “Wie vom Winde verweht”
Eine klingende Tanzperformance

Tanz: Sara Koluchová | Violine: Miriam Bathe
Schlagwerk: Xiao Fu | Installation: Tobias Löhde


18. Dezember, 16 Uhr:
Basteln von kleinen Skulpturen mit der
Jungschar


24. Dezember, ab 18 Uhr:
“Mal ein anderer Heiligabend”
Gemeinsame Begehung des Festes mit gemutlichem Zusammensein, einem leckeren Essen, verschiedenen Programmpunkten in der Jurte und einer kleinen Nachtwanderung. Fur Menschen, die den Heiligen Abend nicht im Kreise ihrer Familien verbringen können.

22.November 2018 | 19.00 Uhr   Veranstaltungsreihe: Bergisch Kunst

Kooperationsprojekt Ins Blaue / Gruppe Neun (Overath)
Kino Film-EckTelegrafenstraße 1, 42929 Wermelskirchen

Unter dem Brennglas des Dokumentaristen geht Bergisch Kunst im November nach Wermelskirchen. Hier gelangt zur Aufführung, was Filmemacher Christoph Felder im Laufe von Bergisch Kunst gesammelt, festgehalten und zusammengestellt hat: Wo entsteht die Kunst im Bergischen? Ihm ist hier nicht an repräsentativer Auswahl gelegen, sondern eher an markanten Wegmarkierungen.

So ist eine filmische Haltestelle zwischen Nord und Süd auch der Altenberger Dom, der für Bergisch Kunst nicht nur als kulturelles Erbe eine besondere Bedeutung hat, sondern den bergischen Künstlern vor allem als ausstrahlungsstarkes Zentrum, Monument und regionaler Impulsgeber wichtig ist.

Dabei wird im Film-Eck Wermelskirchen auch das Unterirdische nach oben geholt– im schönen und bewahrungswürdigen Kino baut Tobias Löhde ein Stück Kanalisation nach und präsentiert dazu eine einzigartige Lichtinstallation. Er will Unsichtbares sichtbar machen.


Lion Town Festival 2018


Streets Festival 2016


Zakopane Wild Art 2016


Honsberg GroßArtig                                                13./14. Juli 2013

Die Aktion gilt als Projekt, dass nachhaltig wirken soll. Das Zusammengehörigkeitsgefühl der Anwohner in diesem Stadtteil soll wachsen, um in einem Zeitalter leerer Stadtkassen mit vereinten Kräften von unten das Image des Viertels gemeinschaftlich zu verbessern. Dass das Erfolg haben kann, machen seit einigen Jahren auch andere Städte vor. Zwischennutzung von Leerstand ist hier der Begriff, um den es sich in der Fachwelt dreht. Schrumpfende Städte fordern die Menschen kulturell heraus, Wohnsituationen und Infrastrukturen müssen von den Bürgern selbst unterstützt werden.

Der GEWAG liegt es am Herzen, dass sich die Anwohner mit ihrem Quartier identifizieren und das Umfeld dadurch wohnlich und lebendig wird. Anwohner wie Herr Mateja und seine Familie sehen das auch so. Und es macht den Anschein, als hätte Honsberg GroßARTig etwas losgetreten, was die Aktivierung weiterer Anwohner in Richtung Bürgerbeteiligung angeht.

Die Organisatoren hoffen, es wurde ein Anstoß gegeben. Den Menschen am Honsberg soll bewusst werden, dass sie selbst viel bewirken können — mitwirken an einem Umfeld, in dem sie leben und in dem sie auch alt werden wollen. Was die leerstehenden Häuser betrifft, da haben sich durch die Aktion bereits Stimmen geregt. Aus Künstlerreihen kam wiederholt die Frage auf, warum diese Häuser eigentlich abgerissen werden sollen.

Wer weiß!? Möglicherweise entwickelt sich doch noch alles anders? Ein lebendiges Künstlerhaus mit Wohnungen und Ateliers, das würden auch die Honsberger nach diesem Wochenende begrüßen!

 

Quelle: http://www.gewag.de/honsberg-grosartig/

 

Ein Kulturprojekt in Häusern der GEWAG bewegte 3000 Menschen.

Am Wochenende des 13. und 14. Juli 2013 feierten Anwohner und Besucher aus dem gesamten Bergischen Städtedreieck gemeinsam am Honsberg in Remscheid die Kunst und das Miteinander der Kulturen an einem vergänglichen Ort. Doch der Sinn dahinter steckt viel tiefer …

 

Der Honsberger Anwohner Mariuzs Mateja war es, der die Aktion ins Leben rief und die GEWAG Wohnungsaktiengesellschaft Remscheid, voran Vorstand Hans-Jürgen Behrendt, machte es letztendlich möglich: Über 100 Akteure und Künstler wurden in der alten Arbeitersiedlung, Halskestraße 32–50 in Remscheid, versammelt und durften frei von Dogmen im Inneren der Häuser wie auch an der Fassade manipulieren. Im Herbst schon werden die Häuser abgerissen, so dass die Menschen, die das vorurteilsbehaftete Problemviertel noch nicht verlassen haben, ins Grüne schauen statt in leere dunkle Fenster.

 

Seit Anfang Mai fanden sich nach und nach freischaffende Künstler, Theatergruppen, Fotografen und Musiker an der Halskestraße ein, bezogen teils schon vorab für eine Weile den Block. In monatelanger Arbeit füllten sich verlassene Räume mit Farbe und mit Leben — von Außen hüllten sich die Gebäude in explosive großformatige Graffitis. Von Weitem schon sah jeder „Hier bewegt sich etwas!“. Auch die Lokalpresse reagierte alsbald und dokumentierte wöchentlich. Der WDR kam mit einem ganzen Filmteam. Dann am Wochenende Mitte Juli wurden alle Vorarbeiten zum Höhepunkt gebracht: Das Kunstfestival Honsberg GroßARTig ging zwei ganze Tage live. Ein bewegender Moment im wahrsten Sinne des Wortes, denn Stunde um Stunde wurden ganze Besucherströme in das Problemviertel in Remscheid gelockt.