Honsberg goes to Taiwan

Die Grundidee entstand durch die intensive Beschäftigung mit Gewebe im praktischen, wie im übertragenen Sinne und dies künstlerisch zum Ausdruck zu bringen.

Die konzeptionelle verschriftlichte Form finden sie unter ‚Texte’ auf meiner Homepage.

Ich stellte die Arbeit öffentlich real aus und virtuell ins Netz und bekam sofort Rückmeldungen und Interesse von sozialen Einrichtungen, dies als Gemeinschaftsarbeit zu konzipieren und zu begleiten.

 Über gemeinschaftliche Aktionen entstehen Freundschaften, Verbindungen im engeren als auch im weiteren Aktionsradius. Neue Nachbarschaften entstanden übers gemeinsame ‚Tun’, Gespräche und Verbindungen fanden statt, die ansonsten nicht zustande gekommen wären.

Das Tipi hat ein  fundiertes Konzept, nachzulesen unter ‚Tipi – Remscheid’, auf dem alles weitere aufbaut.

Die gemeinsame Anfertigung ermöglicht es, ganz verschiedene Menschen zusammen zu bringen, jeder arbeitet am Gesamtgewebe mit, so wie er kann und mag, jeder nach seinem ‚Muster’ (unabhängig vom Alter, der Nationalität, dem ethnischen Hintergrund, der politischen Lage...) Am Ende wird alles zusammengefügt und richtet sich zu einem gemeinschaftlich hergestellten Raum auf.

 So entsteht eine soziale Plastik, die international verstanden wird, eine Verortung für die Mitarbeitenden aber auch für die Betretenden. Das Material, dessen Haptik, die Art der Herstellung und die Symbolik des Zeltes (Schutzraum, Mobilität, Gastfreundschaft, Toleranz...) wird dementsprechend kulturell und nachhaltig erlebt und verstanden, es bedarf keiner Erklärungen. Ein Tipi ist mobil und kann an vielen verschieden Stellen aufgebaut werden.

Fertig sind im Moment: 2 x Remscheid, Basel, Köln, Stuttgart, Mülheim an der Ruhr, 4 x Bonn,  New York (dieses Tipi tourt in den USA)

 Im Mai wird Berlin eingeweiht.

In Aurich, Neukirchen-Vluyn, in Hessen entstehen gerade neue.

Alle diese Tipis touren, kommen an unterschiedlichen Orten zur Ausstellung und stehen für Frieden, Schutz, Mobilität, sozialen Frieden  und Verbundenheit. Mir ist es wichtig, dass die bisherige Gemeinschaft bestehen bleibt, daher begleite ich jede einzelne Arbeit und achte darauf, dass sowohl die neu entstehenden, als auch die schon entstandenen ins Gesamtkonzept passen und zudem untereinander vernetzt sind und bleiben.

 Ich besitze die Urheberrechte.

Über den Fernsehbeitrag in Frau TV mit Dr. Auma Obama, wird der Sauti Kuu-Stiftung in Kenia ein Tipi im Dezember zur Weihnachtsfeier geschenkt und bleibt dort stehen.

 Ich habe eine Einladung der Uni in Taiwan (NTU), eins dorthin zu bringen und einen begleitenden Workshop  in Taipeh zu geben.

Dieses Tipi möchte ich gerne am und mit dem Honsberg, bzw. dessen unterschiedlichen Bewohnern anfertigen. In Absprache mit der Uni möchte ich eine Dokumentation erstellen, d.h. die Herstellung in all ihren Facetten begleiten und so eine persönliche Verbindung der Menschen in Taiwan und vom Honsberg herstellen. Die Menschen am Honsberg bringen ihre unterschiedlichen ‚Muster’ ein, und bekommen Rückmeldung aus Taiwan.

Gerade dieser Stadtteil ist besonders interessant, selbst Remscheiderin, habe ich die Entwicklungen dort immer verfolgen können, das, was dort passiert und passieren könnte, ist sehr spannend und birgt ein großes, auch aufgrund der Diversität, sehr spannendes Potenzial. Nach Fertigstellung wird es ein Fest für alle Beteiligten geben, das Tipi wird aufgebaut. Unterstützt wird das Projekt momentan vom Neuen Lindenhof und dem Familienzentrum. Im Lindenhof wird die Präsentation am 4.5.20215 stattfinden und das Abschlussfest ermöglicht.

Das Familienzentrum unterstützt die Anfertigung.

 Im März nächsten Jahres werde ich es zur Universität bringen, dort wird es auf dem Campus stehen bleiben  und den Honsberg repräsentieren.

 Erfahrungsgemäß passiert währenddessen sehr viel, Freundschaften entstehen, Gespräche werden geführt, die sonst nur schwer zustande gekommen wären, Generationen verbinden sich miteinander, Nationalitäten – ein jeder partizipiert vom anderen, Fertigkeiten werden ausgetauscht, Einsamkeit überwunden...

Ich könnte noch viel schreiben, deutlich und visueller wird das auf der Homepage – alle Projekte stehen zudem miteinander im Zusammenhang.

 In der Siemensstraße 23 werde ich, nach Projektstart jeden Dienstag von 5 bis 17 Uhr anwesend sein und dort gemeinschaftliche Treffen ermöglichen. Voraussetzung ist Genehmigung, ansonsten wird ein alternativer Standpunkt gesucht werden müssen.(z.Z. Der neue Lindenhof.)

Die Dokumentation möchte ich gerne publizieren und so dem Stadtteil-Honsberg  und darüber hinaus, zur Verfügung stellen. Namentlich erwähnen werde ich jeden ‚Mitarbeiter’ und Unterstützer, das mache ich immer, was eine zusätzliche Verortung schafft und die Freude mitgemacht zu haben, unterstützt. Einen Eindruck dessen, wohin es geht, sehen sie hier: 

Very Fun Prk, NTU

Ntu: National Taiwan Universitiy

(the best and biggest university in Taiwan, situated in the city center, like a big park, welcoming staudents and visitors)

2013 臺大粉樂町◉時代的眼睛 開幕影片  

(Inpressionen aus 2013 It's a very interesting village, where you can also meet many other artists. This is their website: http://www.artistvillage.org/?page_id=1098&lang=en

Remscheid, 19.4.2015

Ute Lennartz-Lembeck, Kunst- und Kulturpädagogin, Künstlerin