Dorota Feicht

Weniger ist oft mehr, aber was weg ist, ist weg. So gesehen ist der Scherenschnitt eine Kunst, die einer städigen Gratwanderung gleicht. Auf solche Gratwanderungen macht sich seit über einem Jahr die Bildhauerin Dorota Feicht. Dorthin führt sie ihr Drang, den Menschen und seine Natur mit künstlerischen Mitteln zu erforschen. Die Wahrheiten, die dabei ans Licht kommen, sind nicht immer angenehm. Und so sind ihre Scherenschnitte auch Generationen von den Portraits und biederen Märchendarstellungen entfernt, die wir mit diesem Medium verknüpfen. Feicht macht uns damit gleich zwei Dinge zugänglich: Ihren Blick auf den Menschen, also auch auf uns, und eine neue Sicht des Scherenschnitts.